Ein Kommentar zu “Die Krise fängt jetzt erst richtig an – Enteignung der Sparer

  1. Dem ist fast nichts hinzuzufügen. Außer, dass – offenkundig, ich selber habe die Sendung nicht gesehen eine Vernebelungstaktik gefahren wird. Dabei ist die Enteignung der Sparer und zukünftigen Rentner schon lange ein Thema in der Wissenschaft und der Politikberatung; es läuft unter dem Titel „Financial Repression“.

    Was bedeutet dies? Am besten macht man sich dies mit einem Beispiel klar. Angenommen, Sie wollen 30 Jahre lang sparen, um ab dem Alter von 65 Jahren eine private Zusatzrente zu bekommen. Sagen wir 600€ monatlich. Ist ja nicht zuviel, wenn man bedenkt, dass bis dahin das Geld inflationsbedingt ja nur noch rund die Hälfte wert sein dürfte.

    Ergebnis: Bei 5% Verzinsung (Ihrer Lebensversicherung, Ihres Riester-Vertrages, meinetwegen auch noch Ihrer Direktversicherung aus der Betrieblichen Altersvorsorge müssen Sie monatlich rund 102€ einbezahlen. Bei 1% Verzinsung müssen Sie fast 270€ einbezahlen. Also nahezu das 2,7 fache oder 170% mehr! Unter Berücksichtigung des Zinseszinseffektes gehen Ihnen 30.000€ Ansparleistung verloren.

    Oder wiederum anders ausgedrückt: Je Prozentpunkt Zinsverlust müssen Sie rund 42€ Monat für Monat mehr einbezahlen; gegenüber der Ausgangssituation (5% Zins => 102€ Sparleistung) ein sattes Plus von 41% (Zahlen gerundet). 41% mehr für eine gleichbleibende 600€-Privatrente zahlen zu müssen IST EINE FORM DER INFLATION.

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